M. Ehrenhauser (Liste Martin): "Kein weiterer ÖVP-Umfaller bei SWIFT"
28. Jan, 14:09
Ab Montag ist das umstrittene Abkommen zur einseitigen Weitergabe von Finanzdaten mit den USA zumindest vorübergehend in Kraft. Das Europäische Parlament könne es jedoch noch am 10. Februar im Nachhinein stoppen. Zuletzt hatte Parlamentspräsident Jerzy Buszek die Innenminister vergeblich ersucht, mit der Ratifizierung bis zum Votum in Strassburg abzuwarten. "Die Innenminister haben das Parlament wiederholt düpiert", kommentiert Ehrenhauser.
Nachdem Innenministerin Maria Fekter mit ihrer Enthaltung im Rat den Weg für den Vertrag freigemacht hatte, dürfe es nun "keinen weiteren Umfaller der ÖVP bei SWIFT geben". Sowohl Ernst Strasser als auch Fekter haben sich wochenlang öffentlich gegen die Einschränkung der Bürgerrechte durch das Abkommen stark gemacht. "Wir werden das Stimmverhalten der Volkspartei genau beobachten. Wenn sich Wort und Tat bei Strasser erneut widersprechen, sollen die Bürger zumindest wissen, dass sie an der Nase herum geführt werden."
Der Inhalt des Abkommens breche nicht nur europäische Grundrechte, sondern auch eine von Strasser mitunterzeichnete Resolution des Europäischen Parlaments vom 15. September 2009.
Eine Vorentscheidung dürfte im Innenausschuss am 4. Februar in Brüssel fallen. An diesem Tag soll auch ein von der EU-Kommission kurzfristig angekündigter zweiter Expertenbericht des ehemaligen französischen Untersuchungsrichters und konservativen Politikers Jean-Luis Brugi





